Aufnahmeverfahren
Sie haben Interesse, in der Werkstatt Über den Teichen GmbH zu arbeiten? Dann rufen Sie uns an und vereinbaren einen Beratungstermin mit uns. Wir helfen Ihnen gerne bei der Beantwortung der Frage, ob die Arbeit in einer Werkstatt für behinderte Menschen für Sie in Frage kommt.
Wenn Sie bisher noch nicht in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung tätig waren, ist zunächst die Agentur für Arbeit ihr Ansprechpartner, um den Weg in Richtung Werkstatt zu klären. Wir informieren Sie aber auch gerne im Vorfeld über Abläufe und Verfahrensweisen.
Wenn Sie aus einer anderen Werkstatt zu uns Wechseln wollen und den Berufsbildungsbereich bereits abgeschlossen haben, sprechen Sie uns ruhig direkt an. In einem gemeinsamen Kennenlernen zeigen wir Ihnen gerne die Werkstatt, sprechen über ihre Wünsche und Vorlieben und vereinbaren ein Praktikumszeitraum, indem Sie sich ein gutes Bild über uns als Werkstatt machen können.
Wir unterstützen Sie gerne bei der Antragstellung bei Ihrem Kostenträger. Kostenträger sind z. B. die Agentur für Arbeit, die Rentenversicherung oder nach dem Berufsbildungsbereich der Landschaftsverband-Westfalen-Lippe (LWL).
Wir freuen uns auf Ihren Anruf und stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.
Integrationsassistenz für den Übergang zur Inklusion
Die Werkstatt Über den Teichen und der Integrationsfachdienst Dortmund arbeiten gemeinsam daran, Menschen mit Behinderungen erfolgreich in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu integrieren. Hierfür bietet die Werkstatt vor dem Übergang spezielle Fördermaßnahmen an, wie zum Beispiel das Training sozialer Kompetenzen, die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, interne und externe Praktika sowie die Förderung von speziellen Fähigkeiten im Arbeitsbereich.
Der Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt wird finanziell vom Integrationsamt des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe unterstützt. Bei der Beantragung dieser Fördergelder erhalten die zukünftigen Arbeitgeber Unterstützung vom Integrationsfachdienst und der Fachkraft zur Übergangsförderung.
Die Werkstatt Über den Teichen freut sich besonders darüber, dass Unternehmen wie Ikea, Tintometer, Caritas Verband, Dr. Ausbüttel, Linus und Koda den mutigen Schritt gewagt haben, Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit zu geben, erfolgreich auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu wechseln. Die positiven Erfahrungen zeigen, dass kein Unternehmen diesen Schritt bereut hat.
Es wird betont, dass im Falle einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses aus verschiedenen Gründen stets die Möglichkeit besteht, wieder in die Werkstatt Über den Teichen zurückzukehren.
Außenarbeitsplätze
Integration in den Ersten Arbeitsmarkt: Praktika und Begleitung
Die Werkstatt Über den Teichen setzt sich aktiv für die Integration unserer Werkstättlerinnen und Werkstättler in den ersten Arbeitsmarkt ein. Wir bieten vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten, um diesen Übergang so reibungslos und erfolgreich wie möglich zu gestalten.
Praktika als Brücke zum Arbeitsmarkt
Ein wesentlicher Bestandteil unserer Integrationsarbeit sind die organisierten Praktika in Unternehmen des ersten Arbeitsmarktes. Diese Praktika bieten unseren Werkstättlerinnen und Werkstättlern die Chance, wertvolle Arbeitserfahrungen zu sammeln, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und wichtige Kontakte zu knüpfen. Durch die praktische Erprobung in einem realen Arbeitsumfeld können Hemmschwellen abgebaut und berufliche Perspektiven erweitert werden.
Umfassende Förderung und Begleitung
- Wir lassen unsere Werkstättlerinnen und Werkstättler auf diesem Weg nicht allein. Unsere erfahrenen Fachkräfte begleiten den gesamten Prozess der Praktikumsorganisation und Umsetzung und stehen sowohl den Teilnehmerinnen und Teilnehmern als auch den aufnehmenden Unternehmen mit Rat und Tat zur Seite. Dies beinhaltet:
- Individuelle Beratung: Wir ermitteln gemeinsam mit unseren Werkstättlerinnen und Werkstättlern ihre Stärken, Interessen und beruflichen Ziele, um passende Praktikumsplätze zu finden.
Begleitende Betreuung: Während des Praktikums stehen wir in regelmäßigem Austausch mit den Praktikanten und den Betrieben, um sicherzustellen, dass alles reibungslos verläuft und eventuelle Herausforderungen zeitnah angegangen werden können. - Nachbereitung: Nach Abschluss des Praktikums evaluieren wir gemeinsam die Erfahrungen und überlegen die nächsten Schritte auf dem Weg in den ersten Arbeitsmarkt.
Wir sind stolz auf die Erfolge unserer Werkstättlerinnen und Werkstättler und freuen uns, sie auf ihrem Weg in den ersten Arbeitsmarkt zu begleiten. Wenn Sie als Unternehmen Interesse an einer Zusammenarbeit haben oder mehr über unsere Angebote erfahren möchten, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Förderbereich
Die Hans-Winkler-Werkstatt hat im Jahr 2000 ihren ersten Förderbereich eröffnet und im April 2006 den zweiten Bauabschnitt des Förderbereichs eingeweiht. Derzeit werden in diesen Bereichen 83 Werkstättler betreut, die aufgrund von frühkindlichen Hirnschäden unter schweren geistigen und/oder körperlichen Behinderungen leiden. Zusätzliche Herausforderungen stellen Epilepsien, psychische Erkrankungen, autistische Störungen sowie dementielle Veränderungen oder Verhaltensauffälligkeiten dar.
In unserer Auffassung spiegelt sich die Einzigartigkeit jedes Menschen wider. Die Würde jedes Einzelnen ist unantastbar und erhält Anerkennung durch sein Dasein, nicht ausschließlich durch erbrachte Leistungen. Wir begegnen den individuellen Persönlichkeiten mit Respekt, berücksichtigen ihre Lebensgeschichte sowie Vorlieben und Abneigungen und gehen sorgfältig auf ihre Hilfebedürfnisse ein.
Die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Menschen mit schwersten Behinderungen sehen wir als Bereicherung für die Gemeinschaft in der Werkstatt Über den Teichen. Menschen mit schwersten Behinderungen und Verhaltensauffälligkeiten können sich auf unsere respektvolle und einfühlsame Unterstützung verlassen. Wir setzen uns dafür ein, dass jeder Mensch, unabhängig von Art und Schwere seiner Behinderung, am Arbeitsleben teilhaben kann, denn Arbeit stärkt das Selbstvertrauen.
Im Fokus steht die Zufriedenheit der Mitarbeiter durch den Erfolg ihrer Arbeit. Unser Umgang miteinander basiert auf Wertschätzung, Verlässlichkeit und Toleranz. Im Förderbereich schätzen wir Offenheit für Veränderungen und die Bereitschaft zur (Selbst-) Reflexion. Entscheidungsspielraum, Teamarbeit, kreative Ideen und ein ergebnisoffener Dialog sind für uns wesentliche Instrumente zur Gestaltung einer werteorientierten Zukunft.
Bei all unseren Aktivitäten achten wir auf eine professionelle Balance zwischen Nähe und Distanz, denn Interaktion ist für uns keine Einbahnstraße.
Die Werkstatt Über den Teichen bietet eine große Bandbreite an Arbeitsmöglichkeiten innerhalb der Werkstatt. Die Werkstattarbeitsplätze befinden sich in der Hauptwerkstatt, der Werkstatt Über den Teichen und in der Zweigwerkstatt, der Hans Winkler Werkstatt, der Gewerbepark WÜT und in verschiedenen Partnerunternehmen. Um unseren WerkstättlerInnen mit ihren individuellen Fähigkeiten gerecht zu werden, können wir unterschiedliche Arbeitsplätze anbieten.
Der größte Bereich ist die Verpackung. Hier gibt es Montage-, Verpackungs- und Komissionierungsarbeiten sowie Arbeitsplätze an verschiedenen Maschinen zur Verpackung. Damit alle WerkstättlerInnen am Produktionsergebnis teilhaben können, wird die Arbeit der jeweiligen Leistungsfähigkeit entsprechend eingeteilt. Der Bereich der Verpackung bietet eine große Bandbreite an Arbeiten, sodass wir jeden anhand seiner Wünsche und Fertigkeiten einen passenden Arbeitsplatz zur Verfügung stellen können.
Unsere Textilveredelung / Näherei ist ein kleiner und sehr schöner Arbeitsbereich. Unsere WerkstättlerInnen nähen, sticken oder beflocken hier unterschiedliche Textilien. Hier wird allerlei Schönes produziert. Der Bereich ist klein und bietet ein ruhiges Arbeitsumfeld.
In unserer großen Schlosserei arbeiten wir mit den gängigsten Verfahren der Metallverarbeitung. Unsere WerkstättlerInnen arbeiten im Bohr-, Dreh-, Montage- oder Schweißbereich sowie an unseren CNC-Bearbeitungszentren. Hier wird angepackt und technische Fähigkeiten können hier ausgebaut werden.
Unsere gut ausgestattete Schreinerei erstellt Eigenprodukte und fertigt Möbel für Ladenlokale oder Mitarbeiterräume sowie Messestände. Auch hier nehmen unsere WerkstättlerInnen je nach Leistungsfähigkeit, unter fachkundiger Anleitung eines Schreiners, unterschiedliche Aufgaben wahr. In allen Bereichen wird Arbeitssicherheit großgeschrieben.
In unserem Druckbereich arbeiten unsere Beschäftigten an modernen Direktdruckern. Wir bedrucken Produkte verschiedenster Art. Dabei arbeiten wir mit dem PC und müssen sorgfältig kontrollieren, dass der Druck unseren Qualitätsanforderungen genügt.
Im Lasergravurbereich werden unterschiedlichste Produkte graviert oder mit Lasertechnik geschnitten.
Unsere WerkstättlerInnen arbeiten auch in unserem Fahrradfachgeschäft WÜTEC. Unter Anleitung von Zweiradmechanikern werden hier Fahrräder aufgebaut, montiert, repariert und gewartet. Auch im Bereich Lager und Logistik sind unsere Werkstättler wertvolle Hilfen und bewegen, je nach Fähigkeit, Paletten mit Hubwagen und E-Meise.
Unsere Beschäftigten werden im Arbeitsbereich in einem Schlüssel von 1:12 von einem Gruppenleiter / einer Gruppenleiterin betreut. Die GruppenleiterInnen verfügen über eine handwerkliche Ausbildung sowie eine Zusatzqualifikation zur „Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung“ die in zwei Jahren berufsbegleitend erworben wird. Unterstützt werden unsere Gruppenleiter vom Begleitenden Dienst, der in pädagogischen Fragen beratend zur Seite steht. Für uns steht im Vordergrund, abhängig von individueller Eignung und Neigung, den bestmöglichen Arbeitsplatz für jeden Beschäftigten zu finden. Die Bezahlung im Arbeitsbereich ist leistungsabhängig und wird durch ein vorgegebenes System ermittelt. Die WÜT ist bemüht, für die erbrachte Leistung einen guten Lohn zu zahlen und dabei können wir uns im Bereich der Eingliederungshilfe gut sehen lassen.



